Belinda Winkelmann Tanz ist Tranformation

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Porträt

Belinda Winkelmann ist Choreografin, Performerin und künstlerische Forscherin. Ihre Ausbildung in Tanz, Improvisation und Performance absolvierte sie bei bewegungs-art Freiburg; an der Universität Freiburg studierte sie Sozialwissenschaften (M.A.). Geboren in der Schweiz, lebt und arbeitet sie in Deutschland.

Sie ist Mitbegründerin von com.dance e.V., der künstlerische Projekte an der Schnittstelle von Tanz und gesellschaftlicher Teilhabe initiiert, und Mitglied des Beirats des Tanznetz Freiburg, wo sie sich für die Vernetzung und Stärkung der freien Tanzszene engagiert.

Ihre künstlerische Arbeit ist in langfristigen Kooperationen und interkulturellen Zusammenhängen verankert. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit Raúl Martínez (CR/SLV), in der sich unterschiedliche kulturelle und geografische Perspektiven begegnen und in einen gemeinsamen künstlerischen Prozess übergehen, ebenso wie das Duo twOne Company mit Ewelina Kotwa.

Ihr künstlerisches Schaffen ist geprägt von dem Leitsatz „Tanz ist Transformation“. Tanz versteht sie als einen Prozess des Wandels – im Körper, im Bewusstsein und in den Beziehungen: zu uns selbst, zueinander und zur Welt. Im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis steht die Auseinandersetzung mit Transformation und Verbundenheit innerhalb eines lebendigen Ökosystems. Ihre Arbeiten bewegen sich in Übergängen und öffnen Erfahrungsräume, in denen Beziehung und Veränderung erfahrbar sind. Tanz wird dabei zu einem Raum, in dem sich Transformation vollzieht und Verbundenheit sinnlich erfahrbar wird.

Ihre Arbeit entwickelt sich in kollaborativen, möglichst hierarchiearmen künstlerischen Prozessen. Choreografie versteht sie als kollektive Praxis; als ein Feld, in dem unterschiedliche Perspektiven, Körper und Erfahrungen aufeinandertreffen und sich gegenseitig verändern.

Für Belinda Winkelmann ist Kunst ein verkörpertes Wissen, das in gemeinschaftlichen und ursprünglich sakralen Ausdrucksformen des Menschen verwurzelt ist. Ihre Bewegungssprache sucht nach Formen für das, was sich nicht in Sprache übersetzen lässt – reduziert, poetisch und kontemplativ. Ihre Ästhetik konzentriert sich auf Präsenz, Wahrnehmung und Beziehung.